Deutsch-Italienischer
Übersetzerpreis

Verleihung des Deutsch-Italienischen Übersetzerpreises am 13. Mai 2013 in Berlin


In festlichem Rahmen wurde am 13. Mai 2013 in der Basilika des Bode-Museums der Deutsch-Italienische Übersetzerpreis verliehen. Kulturstaatsminister Bernd Neumann und Generaldirektorin Rossana Rummo vom Ministerium für Kulturgüter und kulturelle Aktivitäten der Republik Italien übergaben die Urkunden. Die Laudatio auf die Preisträger Hartmut Köhler, Burkhart Kroeber und Mirjam Bitter hielt Maike Albath, Vorsitzende der Jury. Festredner war Umberto Eco, aus der Göttlichen Komödie las Ulrich Matthes.

Freude über den Preis (Foto: Bundesregierung/Eckel)



Hartmut Köhler

Für seine Übersetzung von Dantes "Göttlicher Komödie" wurde postum Hartmut Köhler ausgezeichnet. Sein Sohn Thilo Köhler nahm die Urkunde von Staatsminister Neumann und Generalsekretärin Rummo (Italienisches Kulturministerium) entgegen.

Hartmut Köhler, geboren 1940 in Kleinmachnow, studierte Romanistik, Altphilologie, Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie und lehrte bis 2008 Romanistik, zuletzt in Trier. Seine Veröffentlichungen zur spanischen, französischen und italienischen Literatur verschiedener Epochen haben einen Schwerpunkt im Bereich der literarischen Übersetzung. Für die sechsbändige Ausgabe der  Cahiers / Hefte von Paul Valéry erhielt er 1990 den Übersetzerpreis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Seine Übertragung des Kritikon von  Baltasar Gracián (Ammann-Verlag 2001) wurde 2007 mit dem Stuttgarter Klett-Cotta-Preis ausgezeichnet. Als letzte Übersetzung aus dem Italienischen erschien 2010-2012 Dantes Göttliche Komödie.

Burkhart Kroeber

Burkhart Kroeber wurde mit dem Preis für das Lebenswerk geehrt.

Burkhart Kroeber wurde 1940 geboren, promovierte 1968 in Ägyptologie und übersetzt seit 40 Jahren literarische und andere Bücher vorwiegend aus dem Italienischen, namentlich die Werke von Umberto Eco (seit Der Name der Rose) und Italo Calvino (seit Wenn ein Reisender in einer Winternacht). Seit den 90er Jahren übernahm er die Neuübersetzung diverser Klassiker - von Alessandro Manzonis epochalem Roman Die Brautleute bis hin zu John Steinbecks Amerikabuch Die Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika. 1991-97 war er Vorsitzender des Verbands der Literaturübersetzer (VdÜ), 1997-2006 im Vorstand des Deutschen Übersetzerfonds und 2003-2009 Sprecher der Deutschen Literaturkonferenz.

Mirjam Bitter

Den Nachwuchsförderpreis erhielt Mirjam Bitter für ihre Übersetzung von "Brot und Unwetter" von Stefano Benni.

Die Veranstaltung

In seinem Grußwort unterstrich Staatsminister Bernd Neumann die Bedeutung literarischer Übersetzungen. Im Zeitalter weltumspannender Kommunikations- und Informationsströme, sowie grenzenloser Mobilität komme der Tätigkeit des Übersetzens eine immer größere Bedeutung zu.

Die inspirierende Festrede hielt Umberto Eco, der gemeinsam mit Burkhart Kroeber, seinem Übersetzer ins Deutsche, die Kunst des Übersetzens anschaulich machte.